Samstag, 11. Juli 2015

Rezension: Fünf - Ursula Poznanski




Titel: Fünf
 Autorin: Ursula Poznanski
  Seiten: 384
Verlag: Wunderlich
Ersterscheinung: 16. 02. 2012
Reihe: Teil 1 von (bisher) 3
Preis: 9,99 €








Kurzbeschreibung:
Ein Spiel mit Namen Tod. Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. Sie führen zu einer Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und zu einem Rätsel, dessen Lösung wiederum zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. Es ist ein blutiges Spiel, auf das sich das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger einlassen muss. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, die Morde folgen immer schneller aufeinander. Den Ermittlern läuft die Zeit davon. Sie ahnen, dass erst die letzte Station der Jagd das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...

Meinung:
Die Handlung beginnt mit einem erschreckenden und fesselnden Prolog, dessen Sinn man erst später versteht, der aber schon einmal richtig Lust zum Lesen macht. Auch danach entwickelt sich die Geschichte schnell spannend und ziemlich undurchsichtig weiter. Die Ermittler tappen im Dunkeln und trotz einiger Hinweise bin ich der Autorin doch auf den Leim gegangen und bis zum Ende, bezüglich des Täters, unwissend geblieben. Jedoch ist am Ende alles logisch und auch die versteckten Andeutungen ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Einige Beschreibungen sind durchaus etwas grausam, jedoch in meinen Augen genau richtig für solch einen Thriller. 

Die Idee, die Ermittler mithilfe von Geocaching auf Spurensuche zu schicken hat mir richtig gut gefallen. Auch wenn ich persönlich mich noch nicht genauer mit dem Thema beschäftigt habe, fand ich es sehr interessant einen Einblick zu bekommen und fand auch die Erklärungen der Autorin genau richtig ausgewählt. Dies hat dem Roman nochmal einen zusätzlichen Reiz verliehen.

Protagonistin Beatrice hat einige Probleme, die im Roman auch immer wieder eine Rolle spielen, aber deren Ausmaß erst nach und nach wirklich deutlich wird. Jedoch ist es etwas schade, dass solche Ermittlertypen schon fast zum Standard in Thrillern gehören. Da hätte ich mir eher ein bisschen was anderes, innovativeres gewünscht.  

Die anderen Charaktere werden soweit ausreichend beschrieben, jedoch gibt es da durchaus noch etwas Luft nach oben, was aber bestimmt in den Nachfolgebänden noch erarbeitet wird. Außerdem ist es durchaus möglich, dass zwischen Beatrice und Florin noch mehr in der Luft liegt, aber auch hierbei lasse ich mich überraschen.

Beim Schreibstil gibt es nichts zu meckern. Er ist extrem flüssig, anschaulich und fesselnd. Obwohl der Hauptteil der Geschichte aus Beatrice´s Sicht erzählt wird, gibt es zwischendurch immer mal wieder kurze Einschübe aus Sicht des unbekannten Täters oder der Opfer, welche aber immer sehr lesenswert sind und die Spannung nochmal anheizen. 

Fazit:
Ein spannender Thriller, der mir vor allem wegen der Grundidee des Geocaching, des spannenden und verzwicktem Handlungsaufbaus und des Schreibstils gut gefallen hat. Bei den Charakteren sehe ich noch etwas Luft nach oben und vor allem finde ich es etwas schade, dass die Protagonistin exakt in das typische Ermittlerinnenbild passt. Trotzdem hat der Rest überwogen, weshalb es noch für 4 Buchherzen reicht. 

Infos zur Autorin (Quelle: Amazon):
Ursula  Poznanski wurde 1968 in Wien geboren. Sie war viele Jahre als Journalistin für medizinische Zeitschriften tätig. Nach dem Erfolg ihrer Jugendromane «Erebos», «Saeculum» und der Trilogie «Die Verratenen», «Die Verschworenen» und «Die Vernichteten» landete sie bereits mit ihrem ersten Thriller «Fünf» auf der Bestsellerliste. 2013 folgte «Blinde Vögel». «Stimmen» ist der dritte Fall des sympathischen Ermittlerduos Beatrice Kaspary und Florin Wenninger. Ursula Poznanski lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Infos zur Reihe:
1. Fünf

Kommentare:

  1. Guten Morgen,
    Fünf fand ich auch extrem spannend. Die Geschichte war super erzählt und die Auflösung war schlüssig. Leider konnte mich Blinde Vögel dann nicht mehr fesseln.
    LG
    Yvonne

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    1. Huhu,
      mh ohje, na dann bin ich ja mal auf die Fortsetzung gespannt, obwohl ich wohl eh noch nicht so bald dazu kommen werde.

      lg, Steffi

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  2. Hallo,

    schöne Rezension. Mir hat "Fünf" von allen Beatrice Kaspary-Thrillern am besten gefallen.

    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Hallo Sabine,
      danke :) Aber mh, das macht ja nicht gerade Hoffnung für die Fortsetzungen, naja ich bin gespannt...

      lg, Steffi

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