Freitag, 26. Mai 2017

*Hörbuchrezension* Das Buch der Spiegel - E.O. Chirovici




Titel: Das Buch der Spiegel
Autor: E.O. Chirovici
Sprecher: Stephan Kampwirth, Volker Lechtenbrink, Jonas Nay, Sebastian Rudolph
ISBN: 978-3844525441
Laufzeit: 6 h 48 m   (1 mp3-CD)
Seitenanzahl der Printausgabe: 384
Verlag: der Hörverlag
Ersterscheinung: 27. Februar 2017
Preis: 18,99 €  gekürzt

Kurzbeschreibung
Die Wahrheit des Einen ist die Lüge des Anderen

Als der Literaturagent Peter Katz ein Manuskript des Autors Richard Flynn erhält, ist er sofort fasziniert. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Katz vermutet, dass der unheilbar kranke Flynn den Mord gestehen oder den Täter enthüllen wird. Doch Flynns Text endet abrupt. Als Katz den Autor kontaktieren will, ist dieser bereits verstorben. Besessen davon, das Ende der Geschichte zu erfahren, versucht Katz, Laura Baines ausfindig zu machen, die als Studentin auf undurchsichtige Weise mit Wieder verbunden war. Doch je tiefer Katz in den Fall eindringt, desto mehr scheint er sich von der Lösung zu entfernen ...

Meinung
Der interessante Klappentext machte mich aufmerksam auf dieses Werk. Diesmal habe ich mich für das Hörbuch entschieden, auch wenn es eine gekürzte Lesung war. Neugierig machte ich mich ans Hören.

Der Einstieg war ganz gut und es begann auch ganz spannend. Peter Katz erhielt ein Manuskript eines Autors, welche über eine Ermordung vor 20 Jahren widerspiegelt. Der Fall wurde nie gelöst und so interessanter war es für Peter Katz, eigene Recherchen darüber zu führen. Dabei stößt er auf viele Ungereimtheiten und wird immer mehr besessen von der Idee, den  Mord aufzuklären. Leider legte sich dann die Spannung ganz und es plätscherte so vor sich hin.

Es gab zu dem Mord vier Protagonisten, vier Wahrheiten und/oder Lügen. Zu keiner Zeit wusste ich, wer log oder wer die Wahrheit sprach. Jeder erzählte die Geschichte anders und nichts glich dem anderen. Dies zeichnete den Plot aus, auch wenn ich nicht so begeistert darüber war. Es herrschte bei mir immer mehr Ratlosigkeit und nur langsam verstand ich die eigentliche Handlung und die dazugehörige Lösung. Außerdem wurde jeder Figur ein anderer Sprecher zugeteilt. Das war schon gut, wobei mir nicht alle Sprecher von der Stimme her gefielen.

Der angedachte Plot flachte ab ungefähr der Mitte sehr ab, und auch die Charaktere wurden immer flacher. Auch das Ende hat mir nicht wirklich gefallen. Es war einfach nicht nach meinem Geschmack und wurde sehr schnell abgehandelt. Viele Fragen blieben offen.

Fazit
Leider muss ich gestehen, dass ich mir mehr von „Das Buch der Spiegel“ erwartet hatte. Es fehlte die Spannung, die unterschiedlichen Sprecher verwirrten zu sehr und die Figuren selbst erschienen mir zu flach. Ich vergebe gutgemeinte 3 von 5 Buchherzen.


Vielen Dank an den Hörverlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zum Autor und zu den Sprechern: (Quelle Amazon)
E. O. Chirovici stammt aus einer rumänisch-ungarisch-deutschen Familie aus Transsilvanien. Er hat in seinem Heimatland eine namhafte Zeitung und einen Fernsehsender geleitet und sehr erfolgreiche Romane veröffentlicht. Seit 2013 arbeitet er hauptberuflich als Schriftsteller und lebt mit seiner Frau in Brüssel. "Das Buch der Spiegel" ist sein erster Roman in englischer Sprache, der im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse 2015 heiß gehandelt und schließlich in 38 Länder verkauft wurde.

Jonas Nay, geboren 1990, ist ein deutscher Schauspieler und ausgebildeter Filmkomponist. Bereits während seiner Schulzeit spielte er mehrere kleinere Rollen in Fernsehproduktionen. Bald folgten Hauptrollen in Fernseh- und Kinofilmen. 2012 erhielt er den Grimme-Preis und wurde 2013 als Bester Nachwuchsschauspieler mit dem Bayerischen Filmpreis geehrt. 2015 war er als Protagonist der Serie "Deutschland 83" regelmäßig im Fernsehen zu sehen.

Stephan Kampwirth war Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters sowie der Münchner Kammerspiele. Zur Zeit spielt er u.a. an den Hamburger Kammerspielen. Seit Ende der 90er Jahre arbeitet der Schauspieler vermehrt für Film- und Fernsehproduktionen u.a. "Die Todesautomatik", "Der Mann auf der Brücke", "Liebe deinen Feind", "Contergan", "Who AM I" und wirkte in der hochgelobten Fernsehserie "Die Stadt und die Macht" und in diversen "Tatort"-Folgen mit. Zuletzt sah man ihn auf der Kinoleinwand in den Filmen "Agnes", "Junges Licht" und "Radio Heimat" sowie in der WDR-Serie "Phoenixsee".

Volker Lechtenbrink wurde 1944 in Cranz/Ostpreußen geboren. Bereits als Achtjähriger sprach er im NDR-Kinderfunk. 1959 wurde er 15-jährig in der Rolle des Kurt Hagen in Bernhard Wickis Antikriegsfilm 'Die Brücke' bundesweit bekannt.
Es spielte am Theater in Köln, am Bayerischen Staatsschauspiel München und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. 1976 stellte Volker Lechtenbrink seine viel beachtete erste Langspielplatte 'Der Macher' vor. 1979 erhielt er vom Saarländischen Rundfunk eine eigene Fernsehshow: 'Life: Volker Lechtenbrink'.
2007 wurde Volker Lechtenbrink für die Lesung 'Die Brücke' als 'Bester Interpret' mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet und ist heute in zahlreichen Fernsehserien zu sehen, wie u. a. 'Ein Fall für Zwei', 'Siska', 'Küstenwache'.

Sebastian Rudolph, geboren 1968 in Berlin, hatte seinen Durchbruch als Fernsehschauspieler in der Komödie "Manta – Der Film" zu Beginn der 1990er Jahre. Seitdem war er auch immer wieder in Serien zu sehen, darunter "Tatort" und "Notruf Hafenkante". Auf Theaterbühnen ist Sebastian Rudolph ebenfalls erfolgreich, so hatte er Engagements am Theater Basel, an der Schaubühne Berlin, der Volksbühne Berlin, am Schauspielhaus Hamburg u. v. m. Im Ensemble des Thalia Theaters Hamburg ist er seit der Spielzeit 2009/2010 festes Mitglied. 2012 wurde Sebastian Rudolph von "Theater heute" zum Schauspieler des Jahres gekürt.

Donnerstag, 25. Mai 2017

Top Ten Thursday #57- Titel, die mit einem "K" beginnen

Huhu ihr Lieben,

heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday. Wie immer wird die Aktion von Steffis Bücher Bloggeria veranstaltet und es geht darum, Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen. Wenn ihr auch mitmachen möchtet, könnt ihr gerne bei Steffi vorbeischauen.


Das Thema für diese Woche lautet:


10 Bücher, deren Titel mit einem "K" beginnen


Nachdem "J" uns ja recht schwer gefallen ist, war "K" wieder einfacher. Zwar hätten wir vor allem Thriller aufzählen können, aber am Ende konnten wir doch noch ein bisschen mischen.

Die Links bei den Titeln führen euch zur jeweiligen Rezension oder zu Amazon.


- Killerjagd - Christine Drews
- Kill Order: Die Auserwählten - James Dashner
- Kellerkind - Nicole Neubauer
- Kalte Asche - Simon Beckett
- Kirschroter Sommer - Carina Bartsch
- Kjell: Das Geheimnis der schwarzen Seerosen - Evelyn Boyd
- Krabat - Otfried Preußler
- K-Kidnapped - Chelsea Cain
- Kennen wir uns nicht? - Sophie Kinsella
- Kuss der Nacht - Jeaniene Frost


Was sagt ihr zu unserer Auswahl? Kennt ihr das ein oder andere Buch davon?



Das Thema für nächste Woche lautet: 
10 Science Fiction Bücher

Liebe Grüße,
Steffi und Heike

Mittwoch, 24. Mai 2017

*Rezension* Aberness - Christa Kuczinski




Titel: Aberness
Autor: Christa Kuczinksi
ASIN: B01N7N9XM7
Dateigröße: 2351 KB 
Seitenanzahl der Printausgabe: 680
Verlag: Verlagshaus el Gato
Ersterscheinung: 30. Dezember 2016
Preis:    5,99 €  Kindle Edition
           16,90 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Die 15-jährige Amber Wellington wächst behütet bei ihrem Vater, dem Gouverneur des Inselstaates Aberness, auf. Ihr von Regeln bestimmtes Leben, wird auf den Kopf gestellt, als sie den siebzehnjährigen Alec kennenlernt, der sie in eine Welt der Magie und Mythen entführt. Ein Jahrhunderte alter Bann, der die Insel und deren Bewohner an den Rand des Untergangs treibt, stellt Amber vor eine schwierige Wahl: Entscheidet sie sich für Alec, der dem Volk der Selkies angehört und damit gegen ihre Familie, oder stellt sie sich einer rätselhaften Prüfung von deren Ausgang die Zukunft der Insel abhängt?

Meinung
Als wir die Anfrage bekamen, ob wir das E-Book gerne lesen würden, fiel mir als erstes das Cover auf. Was für ein wunderschönes Cover. Genau in meinen Lieblingsfarben. Als sich dann auch noch der Klappentext sehr interessant anhörte, konnte ich natürlich nicht nein sagen. Voller Erwartungen machte ich mich ans Lesen und wurde auch nicht enttäuscht.

Schon ab den ersten paar Seiten merkte ich den bildgewaltigen Schreibstil der Autorin. Er zog mich magisch an und ich musste Seite um Seite lesen. Die Geschichte begann schon äußerst interessant und nach einigem blättern bauten sich schon die ersten Spannungsmomente auf. Diese hielt auch bis zum Schluss und war durchwegs konstant.

Es gab viele gefühlvolle Szenen und die emotionale Lage wurde groß geschrieben. Egal ob Freundschaft oder Liebe, alles wurde wohl dosiert eingebaut und ergab ein rundes Ganzes, ohne übertrieben zu wirken. Auch hat die Autorin viele Fantasyelemente und mystische Begebenheiten mit eingeflochten. Trotz der immer angedeuteten Vergangenheit, spielt die Geschichte selbst in der Gegenwart und wurde immer aus Sicht von Amber erzählt.

Die wohlbehütete Amber lernt eines Tages Alec kennen, der sie in die Welt der Magie und Myten entführt. Anfangs erscheint ihr dies sehr unrealistisch, doch nach einiger Zeit lässt sie sich darauf ein und erlebt ein großes Abenteuer, bei dem sie auch noch die Hauptrolle spielt. Die Figur Amber gefiel mir sehr gut. Sie war relativ reif für ihr Alter und erschien mir sehr vernünftig und sehr sympathisch. Als sie Alec kennenlernte, brach sie aus ihrer wohlbehüteten Welt aus und musste eigens Entscheidungen treffen. Alec unterstützte sie dabei. Die beiden verliebten sich, dürfen es aber eigentlich nicht….. Alle anderen Personen wurden auch sehr gut dargestellt und es gab nichts zu meckern für mich. Die Umgebungsbeschreibungen waren klasse, ein wahres Kopfkino entstand.

Das Ende war gut gewählt, aber für eine Gesamtseitenlänge von 680, bekam es dann doch nur ein paar Seiten ab. Ein wohlverdienter Ausklang eines tollen Plotes.

Fazit
„Aberness“ ist eine wundervoll fantastische Geschichte rund um eine Insel und ihre Vorahnen. Tolles Setting, tolle Charaktere und ein absoluter Wohlfühlfaktor beim Lesen. Es hätten für meinen Geschmack ruhig noch mehr Seiten sein können und am Ende war ich doch etwas traurig, dass es schon aus war. Ich vergebe somit 5 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung. 

Vielen Dank an das Verlagshaus el Gato für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Christa Kuczinski, geboren 1971, verbrachte ihre Kindheit an der Mosel. Seit über zehn Jahren lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen auf dem Hunsrück.
Mehr Infos unter www.christakuczinski.de

Montag, 22. Mai 2017

*Rezension* Das Spiel: Tod - Jeff Menapace




Titel: Das Spiel - Tod
Autor: Jeff Menapace
ISBN: 978-3453677098
Seiten: 336
Verlag: Heyne Hardcore
Ersterscheinung: 10. April 2017
Teil: 3 von 3
Preis: 9,99 €  Taschenbuch

Kurzbeschreibung
Die Lamberts sind eine Familie wie aus dem Bilderbuch. Liebevolle Eltern, entzückende Kinder. Doch nach der grauenvollen Begegnung mit drei Psychopathen ist für die Lamberts nichts mehr wie zuvor. Sie haben überlebt ― aber es gibt noch ein letztes Spiel, das gespielt werden muss. Für den Meister dieses Spiels ist es die Krönung seines perfiden Schaffens … für die Lamberts die pure Hölle!

Meinung
Endlich sind wir beim dritten und letzten Teil der Spiel-Trilogie angekommen. Die ersten beiden Bände haben mich ja fasziniert und somit war ich ganz gespannt auf den Abschluss der Reihe. Kleine Mängel gab es ja bei seinem Vorgänger und ich hoffte, es würde ein würdiges Ende geben.

Nach den ersten paar Seiten war ich wieder mitten in der Geschichte drin. Es geschahen gleich zwei Morde und überraschender Weise war Monica (die Schwester der Fannelli Brüder) doch nicht tot und sinnierte auf Rache. Aber ich merkte schon, dass es diesmal nicht so spannend begann, wie bei den anderen. Der Anfang zog sich etwas, vor allem weil eine neue Figur hinzukam, die meiner Meinung nach völlig unnötig war. Der Hauptaugenmerk lag diesmal auch nicht bei der Familie Lambert, sondern bei Domino. Die Lamberts rückten ziemlich in den Hintergrund, was schon etwas schade war.

Wie gesagt, langsam baute sich Spannung auf und hatte ihren Höhepunkt dann im letzten Drittel des Buches. Da dann aber richtig. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und war ganz hibbelig, wie es ausgehen würde. Und da gab es dann wieder ein Problem. Das Ende wurde zu schnell abgekanzelt und vermasselte ein erwünschtes geniales Finale. Puh, das tat weh…..

Die Charaktere selbst erschienen mir in diesem Werk eher flach und lieblos. Auf die liebgewonnenen Figuren wurde kaum Bezug genommen und die „Bösewichte“ kamen nicht so zur Geltung, wie ich es in den Vorgängerbänden gewohnt war. Die Umgebungsbeschreibungen dagegen waren wieder Klasse. Vor allem die Aufgaben in dem Haus, welche Domino machen musste, wurden sehr ausführlich erzählt.

Fazit
Der letzte Teil der Spiel-Trilogie „Das Spiel – Tod“ war noch etwas schwächer als sein Vorgänger. Es kamen Komponenten hinzu, die unnötig waren und viel Bekanntes rückte in den Hintergrund. Dennoch fand ich die ganze Trilogie überaus lesenswert und kann sie jedem eingefleischten Thriller Fan nur ans Herz legen. Ich vergebe gute 4 von 5 Buchherzen und eine klare Leseempfehlung.

Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Jeff Menapace, geboren in Philadelphia, verbringt seine meiste Zeit damit, Bücher zu schreiben und sich Horrorfilme anzusehen. Mit seiner Spiel-Trilogie wird er in Amerika als neuer Stern am Horror-Himmel gefeiert. Er liebt Martial Arts, die 3 Stooges und ist überzeugt davon, dass The Texas Chainsaw Massacre von 1974 der größte Film aller Zeiten ist.

Sonntag, 21. Mai 2017

Buch- und Serieneingang

Hallo Ihr Lieben,

heute ist mal wieder Zeit für einen Neuzugänge-Post. Wie immer sind die Titel zu Amazon verlinkt.


Liebe Grüße und schönen Sonntag,

Heike und Steffi



Wir beginnen diesmal mit Geburtstagsgeschenken. Steffi hatte nämlich am Freitag Geburtstag und natürlich konnte ich (Heike) nicht anders, als ihr das Wunschbuch Das Juwel 3 - Der schwarze Schlüssel von Amy Ewing zu schenken. Dazu gabs dann noch die 4. Staffel von Orphan Black, eine ziemlich abgedrehte, aber doch auch fasznierende Serie. 






Weiter gehts mit dem Random House Bloggerportal. Hier erreichte uns Der kleine Laden der einsamen Herzen von Annie Darling (Penguin Verlag), das Hörbuch zu Deathline - Ewig dein von Janet Clark, Die Schule der Nacht von Ann A. McDonald (Penhaligon Verlag) und Niemand wird sie finden von Caleb Roehrig (cbj Verlag).






Dann bekamen wir von HarperCollins Bloggerportal Der Tag, an dem wir dich vergaßen von Diane Chamberlain.




Auch vom Bookspot Verlag bzw. dem Imprint davon haben wir interessante Post bekommen, nämlich Das Wissen des schwarzen Obsidians von Barbara A Ropertz.



Und zum Schluß haben wir auch bei Tauschticket wieder etwas gefunden. Die zweite Staffel von Grimm und Zeitenzauber 3 - Das verborgene Tor von Eva Völler durften einziehen.







Freitag, 19. Mai 2017

*Rezension* Selkie - Antonia Neumayer




Titel: Selkie
Autor: Antonia Neumayer
ISBN: 978-3453317994
Seiten: 512
Verlag: Heyne
Ersterscheinung: 10. April 2017
Preis: 12,99 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Als Kate im Hafen ihrer kleinen Heimatinsel im Orkney-Archipel die drei Fremden das erste Mal sieht, weiß sie, dass es Ärger geben wird. Die Männer sind gekommen, um ihren älteren Bruder Gabe mitzunehmen. Doch wohin und warum, das verraten sie nicht. Und das ist völlig inakzeptabel, findet Kate. Heimlich schleicht sie sich auf den Kutter der Fremden, um Gabe zu retten. Doch dann taucht der geheimnisvolle Ian an Bord auf, ein Schuss fällt. Und plötzlich springt Kate an Ians Seite in die eiskalte Nordsee. Mitten hinein in ein Abenteuer, das alles, was sie bisher über ihre Familie und ihre Inselwelt wusste, ins Wanken bringt …

Meinung
Selkie ist das erste Buch der jungen Autorin Antonia Neumayer und ich finde, sie hat es ganz gut gemacht. Auffallend ist vor allem das wunderschöne Cover und auch der ansprechende Klappentext deuten auf einen tollen Roman hin.

Wir befinden uns in der Sagenwelt der Selkies. Mal ganz andere Fabelwesen, nicht immer nur Feen, Hexen und Vampire. Der Einstieg war ganz gut, es begann mit einem Prolog, der schon etwas Einblick ins Geschehen gab. Dann gings langsam los, wie gesagt sehr langsam. Es gab viel Vorgeplänkel und eine erwünschte Spannung kam nicht richtig auf. Dadurch entstanden einige Längen und bei so einem Wälzer (über 500 Seiten) ist dies für den Anfang nicht gerade leicht.

Die Handlung selbst ist teils geheimnisvoll, aber auch etwas verwirrend. Mich störte das immer Hin und Her der Parteien und das doch extrem rüpelhafte Verhalten einiger Figuren. Genau deswegen konnte ich keinen so richtig ins Herz schließen. Sie erschienen mir extrem naiv, unentschlossen und gewaltbereit. Es herrschten sehr oft Stimmungsschwankungen, welche dann auch bis ins kleinste Detail erörtert wurden.  Das Setting dagegen fand ich klasse. Schottland und seine Mythen. Ein Land, das ich gerne selber einmal besuchen möchte. Hierzu passte dann auch die im Buch teilweise düstere Atmosphäre.

Der Schreibstil von Frau Neumayer war locker und einfach zu lesen. Sie hatte die Angewohnheit, alles sehr detailgerecht zu schildern, wobei der Kernpunkt manchmal in Vergessenheit geraten ist. Das Buch ließ sich trotzdem schön lesen, aber ich merkte einfach beim Lesen, die noch etwas vorhandene Unerfahrenheit der Autorin. Mit den Jahren wird sich das bestimmt geben und ich hoffe, ich darf noch mehr von ihr lesen.

Da Ende hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Es war ausreichend, aber für so viele Seiten zu unspektakulär. Außerdem blieben doch ein paar klitzekleine Fragen offen, wodurch ich hoffe, dass es einen zweiten Teil geben wird.

Fazit
„Selkie“ ist ein unterhaltsamer Roman um Fabelwesen, über die es noch nicht so viel zu lesen gibt. Düstere Atmosphäre, leider zu flache Charaktere, aber ein tolles Setting. Für ein Erstlingswerk in diesem Alter trotzdem gut. Ich vergebe sehr gute 3 von 5 Buchherzen und eine Leseempfehlung.

Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.


Infos zur Autorin: (Quelle Amazon)
Antonia Neumayer wurde 1996 in München geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie verschiedene Praktika, u.a. in den Bavaria Filmstudios, und studiert inzwischen Germanistik und Theaterwissenschaften in München. Ihre große Leidenschaft gehört jedoch der Fantastik. Bereits als Kind dachte sie sich Geschichten und Abenteuer für ihre Freunde aus. Sie schrieb mehrere Kurzgeschichten, bevor sie mit Selkie ihren ersten Roman verfasste. Die Autorin lebt in der Nähe von München.