Montag, 24. April 2017

*Rezension* Es beginnt am siebten Tag - Alex Lake




Titel: Es beginnt am siebten Tag
Autor: Alex Lake
ISBN: 978-3959670555
Seiten: 480
Verlag: HarperCollins
Ersterscheinung: 5. Dezember 2016
Preis: 15,00 €  broschiert

Kurzbeschreibung
Erst deine Tochter und dann du…

Der Albtraum einer jeden Mutter: Die fünfjährige Anna ist verschwunden, als Rechtsanwältin Julia sie von der Schule abholen will. Wurde sie entführt? Ist sie tot? Sechs Tage und Nächte voller Angst, sechs Tage voller Selbstvorwürfe. Am siebten Tag taucht das Mädchen wieder auf. Es scheint unverletzt und hat keine Erinnerung an das, was geschah. Julia und ihr Mann Brian sind unendlich erleichtert. Bis Julia merkt, dass das Schlimmste für sie nun erst beginnt. Denn wer auch immer ihre Tochter in der Gewalt hatte und wiedergebracht hat, will nicht das Kind vernichten …

Meinung
Bei diesem Buch spalten sich ja wieder die Meinungen immens. Dennoch sprachen mich der Klappentext und das Cover an und ich musste es einfach lesen. Zum Glück habe ich es getan. Für mich war dies ein perfekter Thriller mit allem, was dazu gehört.

Der Einstieg begann mit einem Prolog, bei welchen die Entführung schon etwas erläutert wurde. Ich wusste zwar noch nicht um wen es ging, dennoch waren es schon ein paar kleine Informationen. Dann wurde dieser Thriller in zwei Teile aufgeteilt. (1. Teil – Vorher und 2. Teil – Danach). Diese zwei Teile spalteten sich dann in kurze Unterkapitel, welche schnell zu lesen waren. Auch der Schreibstil des Autors gefiel mir sehr gut. Es ließ sich alles flüssig und schnell lesen, dennoch wirkte es auf mich sehr ernüchternd und außerordentlich bildgewaltig.

Die Handlung gestaltete sich als äußerst spannend und sehr emotional. Gefühle spielten eine große Rolle, vor allem die Spannungen innerhalb der Familie stachen durch sehr viele Emotionen heraus. An einigen Stellen ging mir das Gezicke zwischen Julia und Brian schon etwas auf die Nerven und die Schwiegermutter hätte ich am liebsten auf den Mond geschossen, aber all dies passte sehr zur Geschichte. Dadurch wurden die Figuren noch authentischer und ich konnte mich gut in sie hinein versetzen. Ich fühlte mit ihnen mit und war einfach als unsichtbaren Gast mitten drin.

Ich persönlich wusste bis einige Seiten vor Schluss nicht, wer der Täter war. Gut, ich hatte schon so einige Vermutungen und da es ja nicht wirklich viele Darsteller gab, hätte ich es schneller wissen müssen, dennoch hatte ich so meine Zweifel. Das Ende selbst war äußerst zufriedenstellend und gut gewählt. Da der Autor ja schon an seinem nächsten Werk schreibt, bin ich sehr gespannt, wann es kommen wird.

Fazit
Mit seinem Debüt „Es beginnt am siebten Tag“ konnte mich der Autor Alex Lake sehr überzeugen. Ich fand nichts daran auszusetzen und die Mischung aus Familiendrama mit vielen Emotionen und dem Thriller-Charakter war einfach klasse. Tolle, verständliche Charaktere und ein gut durchdachter Plot machten dieses Werk für mich zu einem puren Lesevergnügen. Es bekommt verdiente 5 von 5 Buchherzen und eine klare Lesempfehlung.

Vielen Dank an den HarperCollins Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.

Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
Alex Lake ist ein Pseudonym für einen in den 70er Jahren im Nordwesten von England geborenen Autor, der nun in den USA lebt. „Es beginnt am siebten Tag“ ist sein erster Roman und war bei Erscheinen eine Ebooksensation. Der Autor schreibt an seinem zweiten Roman.

Sonntag, 23. April 2017

Bucheingang

Huhu ihr Lieben,

wir wünschen euch einen wunderschönen Welttag des Buches 2017. Irgendwie haben wir es dieses Jahr nicht geschafft an der großen Bloggeraktion teilzunehmen bzw. uns rechtzeitig anzumelden, aber vielleicht nächstes Jahr wieder.  

Auf jeden Fall möchten wir euch wieder unsere Neuzugänge der letzten beiden Wochen vorstellen.


Wie immer sind die Titel zu Amazon verlinkt, damit ihr euch bei Interesse gleich genauer informieren könnt.


Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
Steffi und Heike








Los gehts mit einem Buch, dessen Titel uns sofort angesprochen und zum Schmunzeln gebracht hat, nämlich Der Asteroid ist noch das kleinste Problem von Katie Kennedy. Das Buch ist bereits gelesen, Rezi folgt bald.






Vom Buchcontact haben wir einen spannend klingenden Thriller, nämlich Was verborgen bleiben sollte von Alexenader Hartung bekommen.






Auch für die Ohren gibts was Neues und zwar Drei Meter unter Null von Marina Heib.




Der Bloomoon Verlag hat uns Fire Witch - Dunkle Bedrohung von Matt Ralphs zukommen lassen. 



Und natürlich darf auch Tauschticket wieder nicht fehlen, da haben wir die letzten beiden Wochen einige tolle Bücher gefunden, und zwar Infernale 2: Rhapsodie in Schwarz von Sophie Jordan, sowie die komplette Gamemaster-Reihe - Tödliches Netz, Gegen die Spielregelns und  Das Spiel ist aus von James Dashner.






Und zum Schluß hat sich Heike noch Ragdoll - Dein letzter Tag von Daniel Cole gekauft.




Samstag, 22. April 2017

Rezension: Hexenherz: Eisiger Zorn - Monika Loerchner



Titel: Hexenherz - Eisiger Zorn
 Autorin: Monika Loerchner
 Seiten: 440  
Verlag: Acabus
Preis: ebook: 5, 99 €, TB 15, 00 €
Ersterscheinung: 13. 02. 17
Reihe: Teil 1 von ? 

(abgeschlossene Teile, spielen aber in dieser Welt)







Kurzbeschreibung:
Europa, 1466: Als die Hexenverfolgung immer weiter um sich greift, schreitet die bisher geheime Elite der Hexen ein und offenbart: Jede Frau ist der Magie fähig! 

550 Jahre später wächst die junge Hexe und staatstreue Gardistin Helena in einer Gesellschaft heran, in der die Vorherrschaft der Frauen unumstößlich scheint. Sie träumt davon, weiter im Dienst der höchsten Hexe, der Goldenen Frau, aufzusteigen. Doch als sie Opfer einer Intrige wird und fliehen muss, gerät sie in die Fänge von Rebellen. Denn auch das stärkste Regime hat seine Fehler – und seine Feinde …

Meinung:
Ich muss ja wirklich sagen, dass ich die Grundidee der Geschichte total interessant fand. Was wäre, wenn sich die Vergangenheit ganz anders entwickelt hätte und die Frauen das Sagen über die Männer hätten?

Diesen Gedanken fand ich ziemlich spannend und die Umsetzung ist der Autorin auch echt gut gelungen. Vor allem die historischen Veränderungen, die die Autorin vor jedem Kapitel beschreibt und so auch bekannte historische Entwicklungen Europas abändert, fand ich ziemlich eindrucksvoll. Ein bisschen schade fand ich, dass die Beschreibung dieser Entwicklungen nur bis ins 17. Jahrhundert geht und die danach folgenden Abschnitte vor den jeweiligen Kapiteln durch Gesetzestexte abgelöst werden. Diese fand ich zwar auch ganz interessant, passend zur Geschichte und vor allem haben sie nochmal Ungeheuerlichkeiten dieser Welt betont, aber die weiteren historischen Entwicklungen hätten mich schon auch noch interessiert.

Nun ja, die Hauptgeschichte wird auf jeden Fall aus Helenas Sicht erzählt. Anfangs lernen wir sie als Kind bzw. Jugendliche kennen, wodurch wir einen guten Einblick in die teils ziemlich schockierenden Regeln der Gesellschaft und einen Grund für Helenas spätere Einstellung bekommen.

Denn, die erwachsene Helena ist anfangs definitiv nicht unbedingt sympathisch. Sie ist von dem Regime wirklich überzeugt, verhält sich kühl, egoistisch und ruppig und was mit Männern passiert, ist ihr größtenteils echt egal. Doch mit der Zeit macht sie eine Entwicklung durch. Dabei ist diese Entwicklung aber nicht vergleichbar mit denen in vielen anderen Romanen, sondern ziemlich besonders. Denn obwohl sie anfängt ihre Gefühle zuzulassen und diese zu zeigen und gegen eine bestimmte Ungerechtigkeit im Regime vorgeht, verändert sich ihre Einstellung nicht komplett. Sie steht trotz ihrer Erfahrungen und Entdeckungen, die sie im Laufe der Handlung macht, immer noch hinter der goldenen Frau und den Regeln, was sie in eine ziemliche Zwickmühle bringt.

So ist auch die Handlungsentwicklung echt unterhaltsam und interessant, aber definitiv nicht typisch. Die Autorin geht andere Wege und verzichtet auch auf ein typisches Happy End. Das Ende passt zwar durchaus zur Geschichte und es hat auch seine guten Seiten und Entwicklungen, aber ein klares Happy End sieht anders aus. 

Die Entwicklung des Weltentwurfs hat mir sehr gut gefallen. Die Unterdrückung der Frau wurde wirklich glaubhaft umgedreht und es wurde deutlich, dass wie so oft, aus einer guten Absicht heraus etwas Falsches entstehen kann. Die Autorin hat echt viel Wert auf Details gelegt und so auch bekannte Redenswendungen (z. B. ach, Frau) auf die Frau ausgelegt, was der Geschichte nochmal mehr Authentizität verleiht. 

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Durch die vielen Details und die anschaulichen Beschreibungen der Autorin findet man sich in der Welt gut zurecht.

Fazit:
„Hexenherz –Eisiger Zorn“ ist eine ungewöhnliche Geschichte. Die faszinierende Grundidee wurde wirklich gut und detailliert umgesetzt, wodurch die Autorin eine anschauliche und schockierende Welt erschaffen hat. Der Plot ist spannend und einige Entwicklungen gehen doch in einen nicht typische Richtig, was dem Buch wirklich etwas Besonderes verleiht. Auch wenn Helenas Geschichte nicht ganz mit einem Happy End endet, finde ich ihre Geschichte nach längerem darüber nachdenken doch recht passend abgeschlossen. Die Autorin plant noch weitere Geschichten aus der Hexenherz-Welt, jedoch sollen diese unabhängig voneinander lesbar sein. Für dieses Buch gibt’s es aber auf jeden Fall solide 4 Buchherzen und eine Leseempfehlung.
 Vielen Dank an den Acabus Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.


Infos zur Autorin (Quelle: acabus-verlag.de):
Monika Loerchner wurde 1983 geboren und machte 2007 ihren Magisterabschluss in Vergleichender Religionswissenschaft an der Philipps-Universität Marburg. Als Nebenfächer studierte sie Friedens- und Konfliktforschung und Rechtswissenschaften. Anschließend ließ sie sich zur Projektmanagerin ausbilden. Heute lebt sie mit ihrer Familie wieder in ihrer Heimat im Sauerland. Erste Schreiberfahrungen machte sie bereits zu Schulzeiten als freie Mitarbeiterin einer Tageszeitung. Seit 2015 nimmt sie an Schreibwettbewerben verschiedener Genre teil.

Donnerstag, 20. April 2017

Top Ten Thursday #52 - Cover mit Gesichtern

Huhu ihr Lieben,

heute gibts wieder einen neuen Top Ten Thursday. Wie immer wird die Aktion von Steffis Bücher Bloggeria veranstaltet und es geht darum, Bücher-Listen zu bestimmten Themen zu erstellen. Wenn ihr auch mitmachen möchtet, könnt ihr gerne bei Steffi vorbeischauen.


Das Thema für diese Woche lautet: 

10 Bücher mit einem Gesicht auf dem Cover 



Die letzte Zeit mussten wir bei den Themen ja doch länger suchen um 10 gute Bücher zu finden. Das war heute definitiv kein Problem, sondern wir hatten die Qual der Wahl. Es gibt extrem viele Cover mit Gesichtern drauf, aber dabei sind es oft Frauen- oder Mädchengesichter. In unserer Liste haben wir nur eins mit einem Jungen drauf gefunden und wir sind gespannt, welche Cover bei euch heute vertreten sind. Unsere gewählten Bücher haben uns auf jeden Fall auch alle inhaltlich total überzeugt.

Die Links bei den Titeln führen euch zur jeweiligen Rezension.


- Gelöscht-Reihe - Teri Terry
- December Park - Ronald Malfi
- Alles, was ich sehe - Marci Lyn Curtis
- Mind Jack-Trilogie - Susan Kaye Quinn
- Nubila-Reihe - Hannah Siebern
- Schattenfreundin - Christine Drews
- Windfire - Lynn Raven


Was sagt ihr zu unserer Auswahl? Kennt ihr das ein oder andere Buch davon?



Das Thema für nächste Woche lautet: 
10 Bücher, deren Titel mit einem "I" beginnen

Liebe Grüße,
Steffi und Heike

Mittwoch, 19. April 2017

*Rezension* Witz und Weisheiten des Tyrion Lennister




Titel: Witz und Weisheiten des Tyrion Lennister
Autor: George R.R. Martin
ISBN:  978-3764531577
Seiten: 160
Verlag: Penhaligon
Ersterscheinung: 27. März 2017
Preis: 10,00 €  gebunden

Kurzbeschreibung
Tyrion Lennister, der wohl beliebteste und berühmteste Charakter aus George R.R. Martins Serie Das Lied von Eis und Feuer / Game of Thrones ist bekannt für seine spitze Zunge, seinen beißenden Sarkasmus und seinen gnadenlosen Spott. In diesem illustrierten Geschenkbuch wurden seine besten Sprüche zusammengetragen. Von der Macht der Worte über die Liebe bis zur Realpolitik – Tyrion Lennisters Weisheiten unterstützen in jeder Lebenslage.

Meinung
Da ich ja ein eingefleischter Game of Thrones Fan bin, darf natürlich dieses süße, kleine Büchlein „Witz und Weisheiten des Tyrion Lennister“ nicht in meiner Sammlung fehlen. Tyrion ist einer meiner Lieblingscharaktere und ich war schon ganz gespannt, was sich der Autor hier einfallen hat lassen.

Aufgeteilt wurden die Zitate in verschiedene Themengebiete, welche am Anfang jeweils dann noch mit einer Zeichnung von Tyrion aufgewertet wurden. Hier die einzelnen Unterteilungen:

Über…..
…… das Leben als Zwerg
…… die Macht der Worte
…… die Liebe
…… Familienwerte
…… das Menschsein
…… Musik
…… Essen und Trinken
…… das Königtum
…… Realpolitik
…… die Kriegskunst
…… die Kunst, die eigene Haut zu retten
…… die Kunst des Lügens
…… Drachen und andere Mythen
…… Religion

Ich fühlte mich richtig wohl beim Durchlesen und konnte mich sogar an einzelne Zitate in den Hauptbüchern erinnern. Ich musste viel Schmunzeln und hätte mir noch mehr davon gewünscht. Leider hat ja dieses niedliche Büchlein nur 160 Seiten.

Dennoch kann ich nur sagen, dieses Werk ist ein absolutes Muss für jeden Game of Thrones Fan und ich kann versprechen, dass es kurzweilig einige tolle Lesemomente verspricht.

Fazit
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es beschreibt Tyrion wie er leibt und lebt. Seine sarkastische Ader wurde voll ausgelebt und die Zeichnungen dazu waren klasse. Es bekommt von mir eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Buchherzen.


Vielen Dank an den Penhaligon Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplares.


Infos zum Autor: (Quelle Amazon)
George Raymond Richard Martin wurde 1948 in New Jersey geboren. Sein Bestseller-Epos Das Lied von Eis und Feuer wurde als die vielfach ausgezeichnete Fernsehserie Game of Thrones verfilmt. George R.R. Martin wurde u. a. sechsmal der Hugo Award, zweimal der Nebula Award, dreimal der World Fantasy Award (u.a. für sein Lebenswerk und besondere Verdienste um die Fantasy) und dreimal der Locus Poll Award verliehen. 2013 errang er den ersten Platz beim Deutschen Phantastik Preis für den Besten Internationalen Roman. Er lebt heute mit seiner Frau in New Mexico.

Dienstag, 18. April 2017

Hörbuchrezension: Insomnia - Jilliane Hoffman



Titel: Insomnia
Autorin: Jilliane Hoffman
 Sprecherin: Andrea Sawatzki
  Laufzeit: 7 h 16 Min - autorisierte Lesefassung
Verlag: Argon Hörbuch  
Preis: ab 14,93 € - 6 Audio CD´s
Ersterscheinung: 27. Dez. 2016 
Reihe: Teil 2 von (bisher) 2





Kurzbeschreibung:
Verstört und mit Schnittwunden am ganzen Körper taumelt Mallory Knight in eine Biker-Bar in Süd-Florida. Zwei Tage lang war die 17-jährige Schülerin spurlos verschwunden. Mallory behauptet, dem »Hammermann« entkommen zu sein, einem Serienkiller, der bereits ein Dutzend Teenagermädchen entführt und mit seinen schrecklichen Werkzeugen zu Tode gequält hat. Aber als Special Agent Bobby Dees sie befragt, verstrickt sich Mallory in Widersprüchen. Warum lügt sie? Und was geschah wirklich in der Nacht, als sie verschwand? Kurz darauf wird ein weiteres Mädchen vermisst, und Mallory muss erkennen, dass Lügen tödliche Folgen haben können …

Meinung:
Auch wenn ich bisher noch kein Buch der Autorin gelesen hatte, wollte ich das schon lange mal Nachholen, da ihre Thriller ja oft in aller Munde sind. 

Schon im Prolog aus der Sicht des Täters wurde deutlich, dass uns bei „Insomnia“ einige grausame Morde erwarten würden. Denn selbst wenn ich noch kein anderes Buch der Autorin gelesen habe, war mir klar, dass die Jilliane Hoffman bei ihren Beschreibungen nicht zimperlich ist und das hat sich im Verlauf der Geschichte auch bestätigt. 

Ich muss sagen, dass ich den Plot an sich wirklich gut konstruiert, spannend und auch mitreißend fand. Es geht nämlich primär nicht nur um einen Serienmörder, sondern es geht auch darum, dass das Leben der jungen Mallory durch eine Lüge total aus den Fugen geraten ist und was es bedeutet, wenn einem niemand mehr glaubt. Diese Darstellung hat mich wirklich überzeugt. Denn es zeigt, wie schnell aus eine Lüge etwas Unberechenbares werden kann. Außerdem gibt es einige interessante Wendungen und die Autorin versteht es auch geschickt falsche Fährten zu legen und den Leser an allem und jeden Zweifeln zu lassen.

Die junge Mellory ist definitiv sehr unreif, egoistisch und unvernünftig, aber sie ist ein Teenager. Doch auch später muss sie mit den fatalen Folgen ihrer früheren Tat leben und das setzt ihr wirklich zu. Ich konnte mich gut in ihre Angst und ihre scheinbare Paranoia hineinversetzen, aber genauso gut die Reaktionen ihres Umfelds verstehen. 

Im Verlauf der Geschichte zeigt sie ihren Mut. Auch wenn sie immer noch nicht unbedingt vernünftig geworden ist und ich über einige Handlungen und Reaktionen nur den Kopf schütteln konnte, wächst sie doch über sich selbst hinaus.

Erzählt wird die Geschichte von Sprecherin Andrea Sawatzki, die ja doch eine recht prägnante Stimme hat und die verschiedenen Figuren und Perspektiven authentisch rüber bringt. Sie füllt die Worte sehr ausdrucksstark mit Leben und kann die von der Autorin erzeugte Grundatmosphäre gut auf den Hörer übertragen, sodass man unbedingt immer weiterhören möchte. 

Im Nachhinein hab ich noch erfahren, dass „Insomnia“ eigentlich der zweite Teil rund um Ermittler Bobby Dees ist, aber auch wenn ein paar Hinweise darauf in die Geschichte eingestreut werden, ist es definitiv nicht nötig unbedingt den Vorgänger „Mädchenfänger“ zu kennen. 

Fazit:
Ein spannender, unterhaltsamer und teilweise auch grausamer Thriller. Dabei sind nicht nur die Taten des Serienmörders gnadenlos, sondern auch die gewaltigen Auswirkungen einer kleinen Lüge. Der Plot ist gut konstruiert und die Autorin konnte mich auch auf falsche Fährten locken. Ich bin mir sicher, dass „Insomnia“ nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein wird und ich vergebe solide 4 Buchherzen und eine Lese-bzw. Hörempfehlung.
Herzlichen Dank an den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs.


Infos zur Autorin (Quelle: Argon-verlag.de):
Jilliane Hoffman war stellvertretende Staatsanwältin in Florida und beriet im Auftrag des Bundesstaates die Spezialeinheiten der Polizei – von Drogenfahndern bis zur Abteilung für organisiertes Verbrechen – in allen juristischen Belangen. Ihre bisherigen Romane Cupido, Morpheus, Vater unser, Mädchenfänger, Argus und Samariter wurden allesamt Bestseller.

Infos zu den SprecherInnen (Quelle: Argon-verlag.de):
Andrea Sawatzki gehört zu den beliebtesten deutschen Film- und Fernsehschauspielerinnen. Gleich ihr erster Spannungsroman Ein allzu braves Mädchen begeisterte Kritiker wie Leser. Auch ihre folgenden Romane, die Familienkomödien Tief durchatmen, die Familie kommt und Von Erholung war nie die Rede eroberten die Bestsellerlisten.