Dienstag, 24. April 2018

*Rezension* Die schwarze Zauberin - Laurie Forest


Titel: Die schwarze Zauberin
Autorin: Laurie Forest
ISBN: 978-3959671699
Seiten: 592
Verlag: HarperCollins
Ersterscheinung: 5. März 2018
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre
Teil: 1 von 3
Preis: 18,00 €  gebunden




Kurzbeschreibung
Die 17-jährige Gardnerierin Elloren ist die Enkelin der schwarzen Zauberin, der letzten großen Hexe ihres Volkes. Obwohl sie ihr sehr ähnlich sieht, spürt sie keine magischen Kräfte in sich. Ein Traum wird wahr, als sie dennoch auf die berühmte magische Universität gehen und das Handwerk der Apothekerin erlernen darf. Doch dort lernen auch Elben, gestaltwandelnde Lykaner und geflügelte Icarale – die Erzfeinde der Gardnerier. Und als das Böse aufzieht, bleibt Elloren keine andere Wahl, als ausgerechnet denjenigen zu vertrauen, die sie für die schlimmsten Verräter gehalten hat.

Meinung
Das Cover ist eigentlich eher schlicht, aber hat mich sofort angesprochen. Und auch der Klappentext  mit dem Hinweis auf die vielen verschiedenen Wesen hat mich neugierig gemacht.

Das Buch selbst ist in 3 Teile eingeteilt, wobei jeder Teil seinen eigenen, recht spannenden Prolog hat. Im ersten Teil lernen wir Protagonistin Elloren und ihre Welt kennen. Sie ist anfangs die typische graue Maus und hat an der neuen Schule auch viel mit Ablehnung und Vorurteilen zu kämpfen. Dabei fand ich diese Einblicke recht interessant, war auch sofort und ohne Startschwierigkeiten mitten in der Geschichte, auch wenn es gegen Ende dieses Teils ein paar kleinere Längen gab.

Im zweiten Teil beginnt Ellorens beeindruckende Charakterentwicklung. Dabei lernt sie nicht nur mehr über sich selbst, sondern auch über ihre Familie und die anderen Wesen. Das Tempo ist hier sehr abwechslungsreich, mal ruhig und gefühlvoll, mal packend und fesselnd.   

Und im letzten Teil geht es dann nochmal richtig zur Sache. Hier gibt es viele, Schlag auf Schlag passierende Wendungen und Entwicklungen und die Spannung steigt ins unermessliche, sodass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. 

Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Elloren, weshalb man bei ihrer Entwicklung natürlich auch hautnah dabei ist. Aber auch die anderen Figuren fand ich sehr sympathisch und tiefgründig beschrieben.

Der Schreibstil ist einfach genial. Er ist lebhaft, bildlich, fesselnd, gefühlvoll und sehr atmosphärisch. Alles zur richtigen Zeit und fast immer mit der richtigen Betonung. Und auch die Umgebungsbeschreibungen waren klasse, ich hab mich wie mitten drin gefühlt. 

Die Handlung fand ich sehr interessant aufgebaut. Nicht nur Ellorens Charakterentwicklung, sondern auch der Rest konnte mich überzeugen und gut unterhalten. Dabei gibt es viele Vorurteile, Intrigen und Machtkämpfe, teils grausame und zum Nachdenken anregende Szenen, aber auch die richtige Portion Gefühl und Emotionen. Diese Mischung fand ich genau richtig. 

Das Ende hat dann nochmal einen spannenden Showdown und ist dann schon teilweise abgeschlossen. Jedoch bleiben auch noch ein paar Fragen offen, weshalb definitiv noch Raum für die Fortsetzung bleibt, auf die ich schon sehr gespannt bin. 

Fazit
Dieses Debüt hat mich sehr gut unterhalten. Die Fantasygeschichte ist sehr abwechslungsreich und spannend und kann einen tollen Schreibstil und eine beeindruckende Entwicklung der Protagonistin vorweisen. Da fallen auch die kleinen Längen nicht wirklich ins Gewicht, weshalb ich sehr gute 4 Buchherzen und eine Leseempfehlung vergebe.
Vielen Dank an den Harper Collins Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars.


Infos zur Autorin: (Quelle: harpercollins.de)
Laurie Forest lebt in der hintersten Provinz von Vermont, wo sie vor einem Holzofen sitzt, starken Tee trinkt und sich Geschichten über Baumgeister, Drachen und Zauberstäbe ausdenkt. "Die Schwarze Zauberin" ist ihr erster Roman.


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Sonntag, 22. April 2018

*Rezension* Das dunkle Herz - Lukas Hainer


Titel: Das dunkle Herz
Autor: Lukas Hainer
ISBN: 978-3492704724
Seitenanzahl: 384
Verlag: ivi
Ersterscheinung: 1. März 2018
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 16,00 € gebunden




Kurzbeschreibung
Während einer Gedenkfeier für ihren verschwundenen Bruder wird Anna schwarz vor Augen, und sie erwacht am Rande einer verlassenen Wüstenstadt. Als alle Versuche scheitern, Kontakt zu ihren Eltern aufzunehmen, sucht sie in der Stadt nach Antworten und stößt auf weitere Ankömmlinge, unter ihnen der junge Nick. Bald entbrennt ein Kampf ums Überleben, sowohl mit ihrer unwirtlichen Umgebung als auch unter den Gestrandeten selbst. Während die Spannungen eskalieren und es sogar zu Toten kommt, findet Anna plötzlich Hinweise auf ihren Bruder – ist es möglich, dass er noch lebt? Als sie der Spur folgen, stoßen Nick und sie auf ein furchtbares Geheimnis, das dieser Ort und seine Bewohner hüten: das dunkle Herz. Und plötzlich geht es um weit mehr als nur um ihr eigenes Schicksal.

Meinung
Also die Kurzbeschreibung verspricht ja eine düstere und spannende Geschichte, die mich sofort angesprochen hat. Dazu passt auch das ansprechende, aber auch etwas finstere Cover. 

Nach dem anfangs noch etwas mysteriösen Prolog aus Sicht des alten Mannes, der auch im Verlauf der Geschichte ein paar Kapitel einstreut, sonst aber eher noch geheimnisvoll und undurchsichtig bleibt, ist man sofort mitten in der rasant fahrt aufnehmenden Geschichte drin. Schon von Anfang an passiert alles Schlag auf Schlag und die Spannung ist auf dem höchsten Niveau. 

Dazu kommt die düstere Atmosphäre, der interessante Plot mit den ereignisreichen Wendungen und Entwicklungen und die teilweise durchaus auch etwas brutalen und grausamen Szenen. 

Die Handlung ist durchaus recht komplex aufgebaut und durch die energischen Entwicklungen, musste ich schon wirklich konzentriert lesen, um den Faden nicht zu verlieren.

Dabei fand ich den Schreibstil sehr fesselnd und einnehmend, wenn auch ein bisschen distanziert und direkt, was vielleicht aber zum Teil auch an der Erzählweise in der 3. Person liegt. Doch trotz dieser eher etwas kühlen Züge ist das Setting der kargen Wüstenlandschaft total genial und die lebensbedrohliche Seite davon bildlich sehr gut vorstellbar. Und auch die zwischenmenschliche Ebene der Charaktere fand ich sehr gut ausgearbeitet und realistisch dargestellt. 

So konnte ich mich mit den Figuren identifizieren, fand ihre Verschiedenartigkeit sehr interessant, aber total authentisch. Die zarte Liebesgeschichte zwischen Anna und Nick konnte ich sehr gut nachvollziehen, aber es hat mir auch gefallen, dass sie im Hintergrund geblieben ist und das Hauptthema, nämlich die Suche nach einem Weg zurück nach Hause, nicht verdrängt hat. 

Da es sich um einen Reihenauftakt handelt, bleiben natürlich auch noch einige Fragen offen. Jedoch fand ich das Ende an sich dafür eigentlich doch recht abgeschlossen, auch wenn ich mir noch mehr Hintergrundinfos über das „Warum“ und „Weshalb“ und den alten Mann gewünscht hätte. Aber diese können ja in der Fortsetzung hoffentlich noch folgen. 

Fazit
Dieser spannende Reihenauftakt hat mich gut unterhalten. Die Handlung ist abwechslungsreich und rasant, das Setting düster und ansprechend, der Schreibstil schnell lesbar und die Figuren vielfältig und interessant. Ich hätte mir noch ein paar mehr Hintergrundinfos gewünscht, aber bin auch so zufrieden, weshalb ich sehr gute 4 Buchherzen vergebe. 
Vielen Dank an den Ivi Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars.


Infos zum Autor: (Quelle: piper.de)
Lukas Hainer ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Songtexter. In Zusammenarbeit mit der Band »Santiano« startete er 2017 seine Kinderbuchreihe »König der Piraten«, zu der ein Hör-Musical mit der Band und mehrere Hörbücher erschienen sind. »Das dunkle Herz« ist der erste Jugendroman des Autors, der nach Lebensabschnitten in Brasilien und Norddeutschland derzeit wieder in seinem Geburtsort München lebt. Gemeinsam mit seiner Familie genießt er dort von ganzem Herzen die Freiheit, jeden Tag an seinen Geschichten und Songs arbeiten zu dürfen.


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Donnerstag, 19. April 2018

*Rezension* Die Feuerdiebin - Arthur Philipp


Titel: Die Feuerdiebin
Autor: Arthur Philipp
ISBN: 978-3734161230
Verlag: Blanvalet
Seitenanzahl der Printausgabe: 576
Ersterscheinung: 19. Februar 2018
Teil: 2 von 3
Preis: 15,00 €  broschiert




Kurzbeschreibung
Feja hat sich vom grauen Orden und seinen Intrigen abgewandt und ist auf der Flucht. Doch nicht nur die grauen Magier jagen sie, sondern auch die Soldaten des Königs und seine Feuermagier, da sie den Kronprinzen ermordet haben soll. Während sich alle auf die Verfolgung der jungen Magierin konzentrieren, setzt der Abot des grauen Ordens einen Plan in Gang, der die grauen Magier wieder zu alter schrecklicher Macht führen soll. Er ahnt nicht, dass ausgerechnet Feja dazu ausersehen ist, ihn aufzuhalten …

Meinung
Den ersten Teil dieser Reihe, „Die Dunkelmagierin“, fand ich ja total genial. Umso gespannter, war ich natürlich auf diese Fortsetzung.

Die Handlung knüpft nahtlos an den Vorgänger an und ich war auch sofort wieder mitten in der Geschichte und der interessanten, komplexen und einfach lebendigen Welt von Protagonistin Feja. 

Erneut gibt es einige interessante Wendungen, die Handlung ist von Intrigen und unterschiedlichen Machtverhältnissen geprägt und der stärkere Fokus auf die Magie und ihre verschiedenen Facetten hat mir sehr gut gefallen. Zusätzlich gibt es auch noch einige interessante Einblicke in die Geschichte des Landes, weshalb ich den Handlungsaufbau eigentlich schon recht abwechslungsreich fand.

Aber auch wenn Spannung oft vorhanden war, gabs da doch auch einige Durchhänger. Es gibt sehr viele, bisher eher noch unbedeutende Nebenstränge und an einigen Stellen war das Lesen doch etwas langwierig. Da hatte ich manchmal das Gefühl, dass es einfach nicht voran geht und das fand ich etwas schade. 

Gefreut habe ich mich allerdings, die bereits altbekannten Figuren wiederzusehen und viele haben sich in dieser Fortsetzung auch wirklich toll und glaubhaft weiterentwickelt, auch wenn man sich immer noch etwas schwer tut, den Überblick über alle zu behalten. Dabei hilft die Namensübersicht, die am Ende des Buches zu finden ist, schon sehr. Außerdem kamen auch noch ein paar neue und sehr interessante Charaktere dazu, die sich sehr gut in die Gegebenheiten eingefügt haben. 

Der Schreibstil hat mir wieder gut gefallen. Er ist trotz der langwierigen Stellen sehr flüssig, bildlich und macht die Geschichte und die komplexe Welt lebendig. 

Das Ende macht auf jeden Fall neugierig auf den Abschlussband.

Fazit
Eine gute Fortsetzung, die aber nicht ganz mit dem Niveau des ersten Teils mithalten kann. Es gibt zwar interessante Entwicklungen, neue Erkenntnisse und einige Wendungen, aber leider auch ein paar langwierige Stellen, in denen die Handlung etwas stagniert und nicht wirklich vom Fleck kommt. Insgesamt habe ich mich aber wieder gut unterhalten gefühlt, weshalb ich solide 4 Buchherzen vergeben und mich schon auf den Abschlussband freue. 
Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars.


Infos zum Autor: (Quelle: randomhouse.de)
Arthur Philipp (geb. 1965) ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Autors. Er stammt aus einer Familie von Seefahrern und verbrachte den größten Teil seiner Kindheit an der Nordsee. Heute lebt er in Mainz und ist als Journalist, Kabarettist und – natürlich – Autor tätig.

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Infos zur Reihe:
2. Die Feuerdiebin
3. Die Kristallmagierin (Erscheinungsdatum: 21.01.19)

Dienstag, 17. April 2018

*Rezension* Summer Girls - Jobien Berkouwer


Titel: Summer Girls
Autorin: Jobien Berkouwer
ISBN: 978-3328102229
Seiten: 352
Verlag: Penguin
Ersterscheinung: 12. Februar 2018
Preis: 13,00 €  broschiert





Kurzbeschreibung
Die Profilerin Lot van Dijk wird aus Amsterdam in eine verschlafene Gemeinde auf dem Land versetzt. Die männlichen Kollegen nehmen die junge Frau nicht ernst, und abgesehen von ausgebrochenen Pferden gibt es für die Polizei nur selten etwas zu tun. Doch dann wird in einer Waldhütte nach einem Sturm eine Leiche gefunden. Lot sieht ihre Chance, sich zu behaupten, und erstellt ein Täterprofil. Es weist eindeutig auf einen Serienkiller hin, aber sie wird nur müde belächelt. Bis im Wald ein zweites ermordetes Mädchen gefunden wird. Denn nun liegt es an Lot, den Mörder aufzuhalten, bevor er sein nächstes Opfer findet …

Meinung
Die Kurzbeschreibung hat mich angesprochen, und nachdem die Autorin selbst Profilerin ist, war ich doch sehr gespannt auf diesen Thriller. 

Der Einstieg in die Geschichte hat mir auch ganz gut gefallen, aber dann wurde es für mich irgendwie unrund auf zu vielen Ebenen. 

Zum einen bin ich mit Protagonistin Lot irgendwie nicht warm geworden. Ich hab keinen Zugang zu ihr, oder auch zu den anderen Figuren gefunden, da hätte ich mir noch etwas tiefergehende Beschreibungen gewünscht. Da die Geschichte größtenteils aus ihrer Sicht erzählt wird, war der fehlende Zugang natürlich noch tragischer. Zwischendurch gibt es noch ein paar Seiten aus der Sicht des Täters, die immer mal wieder für etwas Nervenkitzel gesorgt haben. 

Zum anderen war es für mich eine Mischung aus langatmigen Passagen und durchhetzen durchs Buch. Ich weiß, es klingt komisch, aber genauso ist es mir ergangen. Lange Zeit ist nicht wirklich etwas passiert und wenn es dann mal etwas Spannung gab, dann wurde es viel zu zügig abgehandelt. Vor allem am Ende hatte ich einfach das Gefühl, dass die Autorin nur noch schnell fertig werden wollte und das fand ich echt total schade und es hat ein sehr unbefriedigendes Gefühl hinterlassen und das, obwohl ich die Auflösung des Täters eigentlich echt gut inszeniert fand. 

Gut gefallen hat mir die dargestellte Polizeiarbeit. Da hat man die persönlichen Erfahrungen der Autorin erkannt und davon profitieren können. Auch die Beschreibungen und den Schreibstil fand ich eigentlich ziemlich gut. Alles ist bildlich vorstellbar, der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen. Einige Szenen sind wirklich sehr grausam und etwas zu detailliert beschrieben und das sage ich, obwohl ich bei sowas eigentlich nicht so zimperlich bin. 

Fazit
„Summer Girls“ hatte einige gute Ansätze, aber in der Gesamtbetrachtung hatte ich einfach etwas anderes erwartet und musste das Buch mit einem enttäuschten Gefühl schließen. Es hat auf vielen Ebenen einfach sehr unrund auf mich gewirkt und somit kann ich nicht mehr als 2 Buchherzen vergeben.
Vielen Dank an den Penguin Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars.


Infos zur Autorin: (Quelle: randomhouse.de)
Jobien Berkouwer arbeitete fünfzehn Jahre in verschiedenen Abteilungen der niederländischen Polizei, unter anderem als Hauptkommissarin. Heute ist sie als Profilerin tätig und berät außerdem Firmen und Privatpersonen im Umgang mit Stalkern, Erpressung und Drohungen. Sie ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt in Amsterdam.


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